Risikostudien und Auswirkung auf Steuerberater und Geschäftsführer
Wir haben für Sie in dem Dokument „Risikostudien 2025/2026“ drei sehr interessante Studien analysiert – vor allem, wie sich diese auf Steuerberater und Geschäftsführer auswirken.
Die wesentlichen Erkenntnisse im Überblick
Zum Vergleich BDO vs. Hunziker/Vanini: Beide Studien konvergieren in der Grundaussage, ergänzen sich aber methodisch ideal – BDO liefert subjektive Wahrnehmungen von 500 C-Suite-Führungskräften weltweit, Hunziker/Vanini objektivierte Kurseinbruchsdaten von 669 DACH-Unternehmen über 7 Jahre.
Besonders aufschlussreich ist die Diskrepanz beim Thema Cyber: BDO stuft es als gefährlichstes unvorbereitetes Risiko ein (40 % fühlen sich unpräpariert), während Hunziker/Vanini empirisch zeigen, dass Cyber bislang nur ~1 % der tatsächlichen Krisenereignisse direkt ausgelöst hat – ein starkes Indiz für eine sich abzeichnende, noch nicht voll eingepreiste Gefahr.
Die Botschaft für Steuerberater: 19 % aller schweren Kursrückgänge beruhen auf vermeidbaren internen Risiken
Für Steuerberater ist der kritische Befund: 19 % aller schweren Kursrückgänge gehen auf vermeidbare interne Risiken zurück – angeführt von Governance- und Reporting-Mängeln. Diese Risiken entstehen exakt dort, wo der Steuerberater den besten Einblick hat. Gleichzeitig liegen die 41 % strategischen Krisenursachen außerhalb des klassischen Mandats – eine klare „Erweiterungspflicht.“
Die Botschaft für Geschäftsführer: Prävention ist messbar profitabler als Krisenreaktion
Für Geschäftsführer ist der stärkste Befund: Wer nach einer schweren Unternehmenskrise zwei Jahre wartet, hat im Schnitt lediglich das Ausgangsniveau zurückerreicht – der Marktindex legte in derselben Zeit 15 % zu. Prävention ist messbar profitabler als Krisenreaktion.